Zwiebelfest vom 29. September 2018 – Feiern bis die Zwiebel wackelt!

Nach getaner Arbeit auf dem Feld feierte der Verein Solila zusammen mit Freunden und Interessierten das Zwiebelfest auf dem Eulenhof.

Das abwechslungsreiche Programm sorgte für lässige und spannende Unterhaltung. Viel zu erfahren gab es über die Zwiebel und die Solidarische Landwirtschaft am eigens dafür eingerichteten Infostand. Auf der mit Zwiebeln und Sonnenblumen umrahmten Bühne gab es dichterische und akrobatische Darbietungen rund um die tolle Knolle.

Auf reges Interesse stiessen die Mitmach-Aktionen von Gusti (beim Flechten von Zwiebelzöpfen)...

... sowie von Doro  (Zwiebelwickel und Ausschank von Zwiebelsirup).

Die Sonne blitzte ab und zu durch, dennoch blies ein kalter Wind, so dass sich die Gäste an der wärmenden Zwiebelsuppe erfreuten. Dazu gab es leckeres Käthi-Brot, gebratene Schnitze von herbstverkündenden Kürbissen und frischen, feinen Apfelsaft vom Eulenhof. Wer kulinarische Ergänzung suchte, fand sie auf der anderen Seite des Hofes bei Milos am Flammkuchenstand. Zum Mitnehmen von weiteren Köstlichkeiten stand der Hofladen offen. Ein Besuch dieser Hofseite lohnte sich zudem auch wegen der wunderschönen blau- und lilafarbenen Blütenpracht der Astern in der Staudengärtnerei.

Wer nach Eintritt der Dunkelheit trotz der vielen stimmungsvollen Lichter noch immer Kälte verspürte, tanzte oder schaukelte im Rhythmus der Band „Hermanos Perdidos“.

Die „verlorenen Brüder“ sorgten für grandiose Stimmung und den einen oder anderen Ohrwurm, der die Gäste nach Hause begleitete.

 

So ging ein wunderschönes Fest zuende.

Ein grosser und herzlicher Dank geht an alle Besucher und Mitwirkende, insbesondere die Vereinsmitglieder der Solila und alle, die es werden wollen, an das Kochkollektiv Hasoso, die Band Hermanos Perdidos, die Mitarbeitenden, Bewohner und Nachbarn des Hofes sowie das Organisationsteam und natürlich an die Zwiebel.

Zwiebelgedicht

Der Zwiebel sollten wir im Leben
deutlich mehr Beachtung geben.
Egal, ob weiss, ob gelb, ob rot,
sie ist wichtig wie das tägliche Brot.

In der Küche ist sie stets ein Gewinn:
Isst du sie, nimmst du Medizin.
Alle Zwiebeln, vermengt oder pur,
sind Antiobiotika der Natur.

Man kann sie reiben oder hacken,
feine Wähen damit backen.
Du kannst sie braten oder füllen
und mit Röstduft dich umhüllen.

Doch die Zwiebel Haut um Haut,
hat einen Schutz sich aufgebaut.
Beim Schneiden trifft Alliin auf Alliinase,
das reizt die Augen und die Nase.

So kommen dir beim Hacken die Tränen,
doch du musst dich gar nicht grämen.
Tränen fliessen stets mit dem Ziel,
dass der Körper sich reinigen will.

Manch einer wird zur Zwiebel sagen,
sie sei auch sonst schlecht zu vertragen.
Das kann an manch Darmbakterien liegen,
die nicht gut sind, du musst sie besiegen!

Dafür kannst du die Zwiebelkraft nutzen,
um dir den Darm mal durchzuputzen.
Ist jener sauber dank antibakterieller Kraft,
hast du dir sogar frischen Atem verschafft.
(Nach einem kurzen Schwefelintermezzo wohlbemerkt :-)).

Kennst du das?
Du setzt dich für einen anderen ein,
lässt ihn mit einem Problem nicht allein.
Dann schiebt er dir die Schuld in die Schuhe,
so glaubt er, käme er zur Ruhe.

Der Zwiebel ist ähnliches beschieden:
Sie erntet Undank und wird oft gemieden.
Dabei macht sie vieles so gut
und gilt zu Recht als Superfood.

Bei Undank und beim Zwiebelschälen
kommen dir mal wieder die Tränen.
Die Sicht ist deutlich verschwommen,
doch Schicht für Schicht wird Klarheit gewonnen.

Zink, Mangan, Jod und Selen
helfen der Haut, jünger auszusehn.
In der tollen Knolle ist das alles drin
und schon schwinden die Falten dahin.

Der Schwefel darin, den wir nicht sehr achten,
müssen wir aber als Segen betrachten.
Denn er verlangsamt den Eisenverlust,
und erspart dir so den fiesen Spritzenfrust.

Weggewischt sind rasch die Tränen,
wenn wir beim Zwiebelhacken erwähnen,
dass die Knolle uns Jugend bringt
und die meisten Gebrechen bezwingt.

Zwiebel ersetzt das Haarspray Drei-Wetter-Taft...
Nein, das war Spass, aber sie gibt einen klasse Hustensaft.
Und falls du gerne Zigaretten trägst auf der Zunge,
hilft dir (so sagt man) die Knolle beim Wiederaufbau der Lunge.

Dann kommen die Freudentränen
und du musst dich derer nicht schämen.
Männer dürfen weinen, Frauen dürfen weinen;
gemeinsame Tränen, die uns vereinen.

Du kannst nun zu einem Händler laufen
und dort Zwiebeln aus Holland kaufen.
Doch die besten, das ist klar,
gibt‘s auf dem Eulenhof, echt wahr.

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